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holdirhilfe.org Karte zum Auflegen und Abgebenholdirhilfe.org Karte zum Auflegen und AbgebenHäusliche Gewalt

Wird häusliche Gewalt in kulturell-historischen Zusammenhängen betrachtet, welche auch als eine Aneinanderreihung vielschichtiger Ereignisse gesehen werden sollten, fällt auf, dass es sich im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt häufig um ein unzählige Generationen überschreitendes Phänomen handelt, welches ebenso lange schon die Würde des Menschen missachtet und verletzt.

Aus dieser Perspektive auf die seit Generationen überschreitende Formen der Gewalt blickend fällt auf, dass die bisher kriegerisch und/oder mit Verfolgung "gelösten" (Macht-)Konflikte, sowie die daraus hervorgegangenen individuellen und kollektiven Traumata, zu den heute aktuellen Formen von Gewalt beigetragen haben, und noch beitragen.

Welche Fakoren bringen heute häusliche Gewalt in Gang?

  • starke Erfahrungen wie eindrückliche Veränderungen,
  • das in eine gemeinsame Wohnung ziehen,
  • Schwangerschaft,
  • die Geburt eines Kindes,
  • ein Ort- und Wohnungswechsel oder
  • eine beabsichtigte beziehungsweise bevorstehende oder vollzogene Trennung.

Gemäss Eidgenössischem Büro für Gleichstellungsfragen für Frau und Mann, auf dessen Website weitere Informationsblätter zur Verfügung stehen, komme häusliche Gewalt in folgenden Beziehungsformen vor:

  • Gewalt gegen Frauen und Männer in Paarbeziehungen und Trennungssituationen
  • Kinder als Mitbetroffene der Gewalt in Paarbeziehungen und Trennungsssituationen
  • Gewalt in jugendlichen Paarbeziehungen
  • Gewalt zwischen Erwachsenen in anderen familiären Beziehungen
  • Gewalt gegen ältere Menschen im Familienverband
  • Gewalt in Betagtenbeziehungen
  • Gewalt von Eltern oder deren Partner/-innen gegen Kinder und Jugendliche
  • Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in anderen familiären Beziehungen
  • Gewalt von Kindern und Jugendlichen gegen Eltern
  • Gewalt zwischen Geschwistern

In der Publikation Von Angst bis Zuflucht werden die Merkmale von häuslicher Gewalt folgendermassen beschrieben:

  • ständiges Kritisieren, permanetes Beschimpfen, anschreien
  • Demütigungen, vor Drittpersonen blossstellen und schlechtmachen
  • Kontakte verbieten, kontrollieren, bewachen, einsperren
  • Geld vorenthalten
  • Kinder gegen Partner/-in aufhetzen
  • ein bestimmtes Verhalten erzwingen
  • mit Schlägen oder dem Tod drohen
  • ohrfeigen, mit den Füssen treten, Faustschläge austeilen, beissen, kratzen, verprügeln
  • Gegenstände zerstören
  • würgen, mit Waffen und Werkzeugen misshandeln
  • trotz Abwehr berühren, zu sexuellem Kontakt nötigen, vergewaltigen
  • Ermorden
  • Bei häuslicher Gewalt sind psychische, physische und sexuelle Gewalt in verschiedenen Varianten, unter Formen von Gewalt beschrieben, beobachtbar.

Das Rad der Gewalt und Kontrolle vermittelt Beispiele dazu, wie sich häusliche Gewalt zum Ausdruck bringen kann. Die Beispiele beziehen sich auf männliche Tatpersonen und weibliche Opfer, können aber auch unter dem Aspekt "weibliche Tatpersonen und männliche Opfer" gesehen werden, da auch Männer Opfer häuslicher Gewalt werden können

Weshalb Opfer lange in gewalttätigen Beziehungen ausharren (können), lesen Sie bitte auf der Seite Gewaltspirale nach.

Wenn Sie irgendeine Form von Gewalt und/oder häusliche Gewalt beobachten, können Sie bei der Opferhilfestelle Ihres Wohnkantons oder bei Beratungsstellen für Erwachsene Hilfe holen.

Kinder und Jugendliche sind immer von dem was zwischen ihren Eltern beziehungsweise zu Hause vor sich geht mitbetroffen. Sie können deshalb auch Opfer von körperlichen, seelischen oder sexuellen Misshandlungen werden. Kinder und Jugendliche haben ein grundlegendes Recht auf Schutz, Fürsorge und Hilfe. Geht es also um deren Schutz nehmen Sie bitte mit Beratungsstellen Kontakt auf.

Weisen Sie, falls möglich, auch gewaltbetroffene und Gewalt ausübende Erwachsene auf Beratungsstellen, sowie Kinder und Jugendliche auf Hilfsangebote hin, oder geben Sie, wenn es dies in Ihrem Wohnkanton/-gemeinde gibt, eine "Notfallkarte" mit Angaben zu Beratungsstellen, oder eine holdirhilfe.org/holdirhilfe.ch Karte ab.

Was tun wenn Ihre Hilfsangebote abgelehnt werden? Haben Sie Geduld.

Wenn Gewaltsituationen akut sind oder werden, rufen Sie immer und sofort die Polizei Tel. 117.

Die Dokumentation des Erlebten und der körperlichen Verletzungen sind wichtig, weil aufgrund dieser jene, welche Gewalt ausüben belangt werden können. Denn: Häusliche Gewalt ist ein Offizialdelikt!

  • Wenn Sie Opfer von Gewalt geworden sind, holen Sie sich Hilfe!
  • Ob Sie körperlich verletzt oder nicht verletzt sind, holen Sie Hilfe bei der Polizei Tel. 117 oder bei einer Beratungsstelle!
  • Wenn Sie verletzt sind gehen Sie sofort auf eine Spital-Notfallstation oder zum/r Hausarzt/Hausärztin, und lassen Sie sich die Verletzungen in einem ärztlichen Zeugnis bestätigen.

 

Definition "Häusliche Gewalt"

"Häusliche Gewalt liegt vor, wenn Personen innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten familiären, ehelichen oder eheähnlichen Beziehung physische, psychische oder sexuelle Gewalt ausüben oder androhen."

Von: Schweizerische Kriminalprävention

 

STOPP! HÄUSLICHE GEWALT

Gewalt ist ein Delikt!.Wer schlägt macht sich somit strafbar. Die Polizei muss eingreifen, wenn sie gerufen wird. Sie schützt Opfer und zieht Täter/-innen zur Verantwortung.

Die 23-seitige Broschüre
Stopp! Häusliche Gewalt (weiter unten als PDF)
, informiert in 11 Sprachen darüber wie die Polizei bei häuslicher Gewalt vorgeht, sowie, was von Gewalt Betroffene und mitbetroffene Personen tun können.  

Diese Broschüre wurde im Jahre 2004 von der Schweizerischen Kriminalprävention herausgegeben

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